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Positive Zwischenbilanz – über ein Drittel der Teilnehmenden wieder in Schule, Ausbildung oder Beruf

Die Mitarbeiter des Programms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ im Werra-Meißner sind Soeren Mechler, Martina Radtke, Michaela Horner und Anne Henning (v.l.).

Seit nunmehr zwei Jahren nimmt der Werra-Meißner-Kreis an dem vom Europäischen Sozialfond (ESF) geförderten Programm „Jugend STÄRKEN im Quartier“ teil und ist damit eine von insgesamt 178 Modellkommunen. Das Projekt „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ oder besser bekannt als „Kompetenzagentur“ bietet jungen Menschen mit Vermittlungshemmnissen zwischen 12 und 26 Jahren, die nicht oder nur unzureichend von regulären Angeboten erreicht werden können, eine neue Perspektive. Die Jugendlichen werden hierbei durch ein intensives Case Management sowie durch eine aufsuchende und kontinuierliche Jugendsozialarbeit wieder an Schule oder Beruf herangeführt. „Mit dem Projekt werden junge Menschen erreicht, die beruflich keine Perspektive haben und bisher nicht erreicht werden konnten“, berichtet Landrat Stefan Reuß.

Die Halbzeit des Förderprogramms wurde zum Jahresende 2016 erreicht – Zeit für eine erste Zwischenbilanz:

Seit dem 01.01.2015 wurden 104 junge Menschen durch das Projekt „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ beraten und begleitet, wovon 35 % weiblich und 65 % männlich waren.
Alleinerziehende waren mit 8 %, junge Menschen mit Migrationshintergrund mit 22%, junge Menschen im Zuge der Verselbständigung mit 50%, Abgänger aus Haupt- oder Förderschule mit 14% und schulverweigernde junge Menschen mit 6% vertreten.

Mit dem ESF-Modellprogramm werden Zielgruppen erreicht, die besondere Unterstützung benötigen. Es werden Angebote unterbreitet, um jungen Menschen den Weg in Ausbildung, Studium und Arbeit zu ermöglichen. Etwa 37% der Teilnehmenden, die bisher das Programm beendet haben, nehmen nun wieder an schulischen Angeboten teil oder haben eine berufliche Ausbildung beziehungsweise eine Arbeit aufgenommen.

Insgesamt stehen für das o.g. Projekt 311.402,56 € aus Mitteln des ESF und voraussichtlich der gleiche Betrag aus Kreismitteln bis zum Projektende am 31.12.2018 zur Verfügung. Zu den wichtigsten Kooperationspartnern gehören die Agentur für Arbeit, das Jobcenter Werra-Meißner, das Staatliche Schulamt für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg und den Werra-Meißner-Kreis sowie der Jugendmigrationsdienst.
Das Modellprogramm wird gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit umgesetzt.

Bei Fragen zum Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ steht Anne Henning von der Koordinierungsstelle des Werra-Meißner-Kreises unter Telefonnummer 05651 302-4436 oder unter anne.henning@werra-meissner-kreis.de zur Verfügung.

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